Wirtschaft

In Portugal wird überwiegend Landwirtschaft betrieben, und ca. 75 % seiner Agrarerträge und Vieherzeugung sind für den Export bestimmt.

Der Getreideanbau, besonders Weizen und Mais, stellt den größten Anteil dar, aber auch die Olivenölproduktion und der Gemüseanbau sind bedeutend.

Der Weinanbau, jährliche Produktion ca. 15 Mio. Hektoliter, dominiert die Agrarwirtschaft nördlich des Douro (Portwein-Region). Portugal ist Europas größter Erzeuger von Kork, aber auch die Herstellung von Dosennahrung sowie die Olivenölproduktion und -export spielen eine tragende Rolle. Einen wichtigen Platz in Portugals Wirtschaft nimmt auch die Fischindustrie ein.

Die Bauindustrie und die Metallverarbeitung haben an Bedeutung gewonnen, genauso wie die Tourismusindustrie, die inzwischen die größte Deviseneinnahmequelle für Portugal darstellt und die aufgrund der natürlichen Gegebenheiten einen konstanten Zuwachs erfährt.

Portugal, seit 1986 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft, kann seitdem einen gesunden, wirtschaftlichen Wachstum verzeichnen, obwohl die Erträge in der Land- und Forstwirtschaft als auch in der Fischerei aufgrund des Investitionsmankos, der Minimal- Automatisierung, geringem Düngemitteleinsatz und des antiquierten Pachtsystems noch weit unter dem Durchschnitt der Europäischen Gemeinschaft liegen.