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Portugal unterhielt während seiner gesamten Geschichte immer sehr schwierige Beziehungen mit seinem Halbinselnachbar Spanien ('Castela') im Kampf um die Gebietserweiterung der 'Meseta' (der alte durch das luso-castellanische System zweigeteilte Teil der iberischen Halbinsel). Seit dem 12. Jahrhundert ist Portugal ein unabhängiges Land, das schon im 10. und 11. Jahrhundert in den Regionen zwischen den Flüssen Douro und Minho eine politische, soziale und wirtschaftliche Struktur besaß, die sich von der des 'Königreiches des Löwen' stark unterschied.
Aufgrund der Nähe des Atlantiks hatten die Portugiesen schon immer eine besondere Beziehung zum Meer und sie begannen sehr früh mit der Erkundung von neuen Territorien zur Ausweitung Europas. Die Existenz von starken jüdischen und arabischen Gemeinden trug dazu bei, dass die wissenschaftlichen Hintergründe zu diesen Entdeckungsreisen, deren verstärkte Förderung unter dem Könighaus des 15. Jahrhunderts begann, gewährleistet wurden.
Im Jahre 1415 zogen die Portugiesen zu einer heroischen Erkundungsreise auf das Meer hinaus und entdeckten als erste Menschen die Meereswege nach Indien, Brasilien, China und Japan. Auf diesen Seereisen wurde viel Handel mit Gewürzen aus Indien sowie Gold und Edelsteinen aus Brasilien betrieben, was Portugal zu einem reichen Land machte. Ende des 18. Jahrhunderts bereitete der 'Marquis von Pombal' den Weg zur Einführung des aufgeklärten Absolutismus in Portugal auf. Sein besonderer Verdienst ist der Wiederaufbau der Hauptstadt Lissabon, das von einem verheerenden Erdbeben (1755), das damals ganz Europa erschütterte, völlig zerstört worden war. Die Landesgrenzen von Portugal, eines der ältesten Länder der Welt, gegründet im Jahre 1143, wurden im Jahre1297 errichtet. |
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