Braga

Braga liegt im Herzen der fruchtbaren Minho-Provinz im Nordwesten Portugals, umgeben von einer sanft hügeligen Landschaft voller Berge und Wälder. Die Stadt ist eines der wichtigsten religiösen Zentren Portugals und ist für ihre barocken Kirchen, großartigen Häuser aus dem 18. Jahrhundert und wunderschönen Parks und Gärten bekannt. Die Altstadt ist ehrwürdig und antik, obwohl Industrie und Handel einen modernen Lebensstil mit sich brachten, der von lokalen Universitäten, modernen Restaurants und lebhaften Bars ergänzt wird. Jeden Donnerstagmorgen findet in Braga der größte Markt der Region statt, auf dem an den Ständen einfach alles verkauft wird – von frischen Erzeugnissen bis hin zu traditionellen Töpferwaren.

Die Geschichte der Stadt spiegelt sich in ihren zahlreichen Kirchen und Denkmälern wieder, wobei zu den wichtigsten Wahrzeichen die bemerkenswerte Kathedrale Sé und die Kirche Santa Cruz aus dem 17. Jahrhundert gehören. Auf einem Berg ca. 5 km südöstlich befindet sich das Heiligtum Bom Jesus do Monte, eine bedeutende Pilgerstätte. Dahinter liegt der Berg Sameiro, auf dem eine riesige Statue der Jungfrau Maria die Stadt überblickt. Eine kurze Fahrt von Braga entfernt befindet sich die Citânia de Briteiros, eine eindrucksvolle archäologische Stätte aus der Eisenzeit.

An der Küste in Esposende, Ofir und Apúlia gibt es wunderschöne, unberührte Strände. Der ganze Bezirk ist für seine Feste und die örtliche Gastronomie bekannt, die sich durch traditionelle Rezepte auszeichnet, wie Kabeljau (der auf Hunderte verschiedene Arten zubereitet wird) und im Ofen gebratene Ente mit Reis.

Sehenswertes

Kathedrale (Braga)
Im historischen Zentrum von Braga steht die älteste Kathedrale Portugals, die Sé, die eine Vielzahl an sakralen Kunstschätzen beinhaltet. Der Bau begann im Jahr 1070 und wurde von einer Mischung aus Gotik, Renaissance und Barock beeinflusst. Zu den Highlights gehören die kunstvollen Türme und das Dach im manuelinischen Stil sowie das geschnitzte Altarbild und die barocke Doppelorgel. Die Grabstätten von Dom Henrique und Dona Teresa befinden sich in der Capela dos Reis (Königskapelle).

Santuário do Bom Jesus do Monte (Kloster Bom Jesus do Monte) (Braga)
Diese heilige Stätte gilt als eine der schönsten in Portugal. Diese neoklassische Kirche, die von herrlichen Gärten umgeben ist, wurde im späten 18. Jahrhundert von Carlos Amarante entworfen. Die berühmte barocke Treppe verläuft im Zickzack nach oben zur Kirche und weist auf dem Weg bezaubernde Brunnen und Statuen auf. Touristen können auch die funicular (Standseilbahn) nehmen oder den Weg nach oben fahren, um das friedliche Ambiente und die traumhafte Aussicht zu genießen.

Citânia de Briteiros (Festung von Briteiros) (Briteiros)
Eine der besterhaltenen archäologischen Stätten in Minho ist die Citânia de Briteiros, die Ruinen einer keltiberischen Siedlung, die aus dem Jahr 300 v. Chr. stammen. Archäologen haben die Fundamente von mehr als 150 runden Steinhütten, gepflasterte Straßen, Viehställe und Wasserleitungen entdeckt. Zwei Hütten wurden vor Ort wieder aufgebaut und im Museu de Martins Sarmento in Guimarães sind faszinierende Reliquien ausgestellt, wie bemalte Töpferwaren, behauene Steine, Waffen und Schmuck.

Igreja de Santa Cruz (Kirche Santa Cruz) (Braga)
Die im 17. Jahrhundert erbaute Kirche Santa Cruz hat eine aufwändige Steinfassade und wurde im Stil des Manierismus und Barock entworfen. Das kunstvolle Innere beinhaltet aufwändige goldene Schnitzereien an der Orgel und der Kanzel, ein hohes Kirchenschiff und wunderschöne Azulejo-Keramikfliesen.

Jardim de Santa Bárbara (Santa Bárbara-Garten) (Braga)
Der Santa Bárbara-Garten gehört zu den schönsten in Portugal. Dieser elegante Park, der im 17. Jahrhundert errichtet wurde, befindet sich in der Nähe des ehemaligen Erzbischofspalastes und verfügt über farbenfrohe Blumen, üppige Pflanzen und bemerkenswerte Formschnitthecken.

Ruínas romanas de Bracara Augusta (Römische Ruinen von Bracara Augusta) (Braga)
Noch heute sind die Ruinen von Bracara Augusta zu sehen, einer Stadt, die zwischen 300 v. Chr. und 400 n. Chr. von Kaiser Augustus gegründet wurde. Sie wurde die Hauptstadt des nördlichen Iberiens und wurde später von den Westgoten und den Arabern besetzt. Seit den siebziger Jahren wird sich darum bemüht, die komplexen archäologischen Strukturen zu bewahren, die noch erhalten sind.

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