Évora: Die romantische Stadt der Alentejo-Region

Die Geschichte hat Évora zu einer der schönsten Städte der Welt gemacht. Die Stadt verdankt ihren Namen, Ebora, den Kelten. Die Römer erbauten ihren prächtigsten Tempel zu Ehren von Kaiser Augustus und der portugiesische Adel erbaute neben Kapellen, Klöstern und der majestätischen gotischen Kathedrale imposante Paläste. Die Spuren verschiedener Epochen und Kulturen sind in dieser Stadt, in der die Menschen immer noch durch schmale, mittelalterliche Kopfsteinpflasterstraßen gehen, nahezu unberührt. Durch große Bogengänge gelangt man zu malerischen Plätzen, wo Sie lokale Kunsthandwerksläden neben modernen Geschäften bekannter Marken finden. Die Terrassen der Cafés laden Sie zum Entspannen ein und die Bars und Restaurants bieten eine besondere gastronomische Reise durch diesen südlichen Teil Portugals. Lassen Sie die Hektik der modernen Welt hinter sich und genießen Sie den Zauber von Évora, der romantischsten Stadt der Alentejo-Region.

Die Schönheit des Alten und die Lebendigkeit des Neuen
Erleben Sie die römische Geschichte Évoras im Dianatempel oder spazieren Sie durch den maurischen Teil der Stadt im Norden. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Évoras ist die Knochenkapelle, deren Wände und Decken mit Hunderten von menschlichen Knochen bedeckt sind – ein unvergesslicher Anblick. Die große Anzahl an wertvollen Denkmälern hat dazu geführt, dass die UNESCO diese Stadt als das beste Beispiel für eine Stadt des goldenen Zeitalters Portugals nach der Zerstörung Lissabons durch das Erdbeben von 1755 einstufte.

Diese herrliche Stadt ist das Zuhause von Hunderten jungen Studenten, die in der zweitältesten Universität des Landes ihre Vorlesungen besuchen. Évora bleibt dank jedem einzelnen der Studenten, die aus dem ganzen Land und der ganzen Welt stammen, jung und lebendig. Tagsüber sind die Cafés, Bars und Geschäfte gut besucht. Am Abend werden die Straßen erleuchtet und die Bars und Clubs spielen verschiedene Musikrichtungen. Die vielen Studenten beleben die Straßen dieser historischen Stadt und sorgen dafür, dass Évora über eines der pulsierendsten Nachtleben des Landes verfügt!

Der Zauber einer unberührten Region!
Die Stadt Évora befindet sich in der zauberhaften Alentejo-Region, einem Land endloser, goldener Felder, auf denen Olivenbäume und Korkeichen verstreut sind. In diesem fantastischen Teil Portugals liegen historische Städte und malerische Dörfer an mittelalterlichen Mauern und die örtlichen Kunsthandwerker erhalten zeitlose Traditionen aufrecht. Die Alentejo-Region ist das perfekte Reiseziel für alle, die gerne das vielfältige Erbe der Römer und Mauren erkunden oder sich an der typischen regionalen Gastronomie erfreuen möchten und dabei die Ruhe einer wundervollen Landschaft genießen möchten.

Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region befinden sich vor den Toren der Stadt Évora. Auf dem Weg nach Montemor-o-Novo können Sie die Höhle von Escoural mit ihren altsteinzeitlichen Malereien besichtigen, die um 25 000 v. Chr. entstanden sind. Außerdem gibt es in Reguengos de Monsaraz gleichermaßen eindrucksvolle Megalith-Monumente zu sehen.

Wenn Sie sich weiter nach Norden begeben, können Sie die hoheitliche Atmosphäre in Vila Viçosa erleben, wo sich der Herzogspalast von Vila Viçosa befindet, der für viele Jahrhunderte die Residenz der portugiesischen Königsfamilie war.

Die Stadt Arraiolos mit ihrer Burg aus dem 14. Jahrhundert ist insbesondere für ihre außergewöhnlichen, handgefertigten Teppiche und Wandteppiche bekannt. In Estremoz können Sie sich an einem lebhaften Wochenmarkt in einer mittelalterlichen Umgebung erfreuen, die von dem Turm der drei Kronen und der angrenzenden Burg und dem angrenzenden Palast dominiert wird.

In Redondo – ein Ort, der auch für seinen Wein bekannt ist – bekräftigen die Burgruinen die Atmosphäre des 13. Jahrhunderts und im Rahmen des berühmten Töpferhandwerks werden römische Krüge und Töpfe nachgebildet.

Der perfekte Ausgangspunkt, um die Schönheit von Évora und der Alentejo-Region zu erkunden, ist eines der fantastischen Hotels der Region. Das M’Ar de Ar Aqueduto oder das M’Ar de Ar Muralhas innerhalb der Stadtmauern sind zwei großartige Hotels, in denen ein modernes Mobiliar das Innere historischer Gebäude verziert.

Wenn Sie nach Romantik suchen, sollten Sie darauf gefasst sein, sich in Évora und die wunderschöne Umgebung zu verlieben!

Sehenswertes in Évora


Religiöse Bauten

Templo Romano de Évora oder Templo de Diana (römischer Tempel von Évora oder Dianatempel)
Hierbei handelt es sich um das berühmteste Denkmal der Stadt und um eines der bedeutendsten Symbole der römischen Besatzung Portugals. Vierzehn Säulen stehen links von diesem Tempel, der ursprünglich im 1. Jahrhundert n. Chr. als ein Ort der Verehrung für Kaiser Augustus errichtet wurde. Der Legende nach wurde er zu Ehren der römischen Jagdgöttin, Diana, erbaut, weshalb er heute oft Dianatempel genannt wird.

Catedral (Kathedrale)
Diese im 12. Jahrhundert erbaute Kathedrale ist die größte mittelalterliche Kathedrale des Landes. Es ist ein ehrwürdiger, festungsähnlicher Bau im Stil der Frühgotik. Die Fassade wird von zwei asymmetrischen Türmen dominiert, von denen der sehr große Eingang flankiert wird, in dem zwölf Figuren der Apostel eingearbeitet sind – Meisterwerke der gotischen Bildhauerkunst in Portugal.

Convento do Calvário (Kloster Kalvarienberg)
Dieses Kloster wurde im 16. Jahrhundert von Prinzessin Maria gegründet, der Tochter von König Manuel I. Das bemerkenswerteste Merkmal ist die massive Fassade. Das Kloster gehörte zum Klarissenorden, in dem die Nonnen in großer Armut lebten. Manchmal waren sie so hungrig, dass sie gezwungen waren, die Hungerglocke zu läuten, um die Menschen von Évora zu Spenden aufzurufen. Die ursprüngliche Architektur ist so gut wie intakt.

Capela dos Ossos (Knochenkapelle)
Diese faszinierende Kapelle gehört zur Igreja Real de São Francisco (Königskirche des Heiligen Franziskus). Ihre Wände sind mit sorgsam angelegten menschlichen Knochen und übersichtlich angeordneten Schädeln bedeckt. Wenn Sie sensibel sind, was dieses Thema betrifft, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie durch den Bogen hindurchgehen, auf dem geschrieben steht: „Unsere Knochen, die hier liegen, erwarten eure”. Sie wurde im 16. Jahrhundert von einem Franziskanermönch erbaut, der die Nachricht vermitteln wollte, dass das Leben nur ein Abschnitt ist, bevor man in den Himmel oder die Hölle kommt.

Convento de Santa Clara (Kloster der Heiligen Klara)
Dieses wunderschöne alte Kloster für die Nonnen des Klarissenordens wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Die Kirche ist mit Goldschnitzereien aus dem 18. Jahrhundert verziert und die blauen Fliesen und die Wände verfügen über wunderschöne Wandgemälde. Besuchen Sie die Kirche des Klosters mit ihrem sehenswerten Glockenturm.

Historische Stätten

Aqueduto Água de Prata (Aquädukt des Silberwassers)
Dies ist eines der bemerkenswertesten Denkmäler in Évora. Dieses Meisterstück der Ingenieurskunst stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist eines der größten Aquädukte in Portugal. Damit wurde das Wasser aus den Quellen in Graça do Divor 18 Kilometer weit, bis zum Stadtzentrum, transportiert.

Paço dos Duques de Cadaval (Palast der Herzöge von Cadaval)
Vom römischen Dianatempel aus können Sie Teile des Herzogspalastes von Cadaval sehen.
Im 14. Jahrhundert schenkte König João I. diesen Palast seinen Vorfahren, der portugiesischen Adelsfamilie Cadaval. Ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung wird auch „Palácio das Cinco Quinas” (Palast der fünf Ecken) genannt, was auf die fünfeckige Form des Nordturms zurückzuführen ist. Auch heute zeigt sich hier noch eine Kombination aus Mudéjar-, Gotik- und Manuelinik-Stil.

Sehenswertes in der Umgebung von Évora


Archäologische Stätten

Gruta do Escoural (Höhle von Escoural) – Montemor-o-Novo
Die berühmten altsteinzeitlichen Malereien in dieser Höhle, die sich außerhalb Évoras befindet, sind für Archäologen und Kenner gleichermaßen ein bedeutender Bezugspunkt. Dieses fantastische Werk von Mensch und Natur wurde 1963 gefunden und wurde als Nationaldenkmal eingestuft.

Courela da Casa Nova Menhir / Courela do Guita Menhir – Montemor-o-Novo
In der Nähe von Évora auf dem Weg von Montemor-o-Novo nach Vendas-Novas steht ein großer Menhir, der ca. aus dem Jahre 6000 v. Chr. stammt. Dieser große, aufrecht stehende Stein ist 2,70 m hoch und wurde in den 1970er Jahren entdeckt.

Conjunto Megalítico do Olival da Pega (Megalith-Ruinen von Olival da Pega) – Reguengos de Monsaraz
Neuere Forschungen haben ergeben, dass dieses Megalith-Monument aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. Teil einer größeren Anzahl von Dolmen (Portalgräbern) ist. Die zahlreichen Grabstätten, die um dieses Gebilde herum gefunden wurden, belegen seine große Bedeutung und weisen darauf hin, dass diese Dolmen wahrscheinlich eine große Nekropole für die Kulturen dieser Zeit waren.

Rocha dos Namorados (Fels der Liebenden) – Reguengos de Monsaraz
Dieses Megalith-Monument mit der Form eines Pilzes ist 2 Meter hoch. Aufgrund einer heidnischen Tradition ist es unter dem Namen Fels der Fruchtbarkeit oder der Liebenden bekannt. Bei dieser heidnischen Tradition, die auch heute noch ausgeübt wird, werfen allein stehende Frauen Steine auf den Menhir und versuchen dabei, dass diese oben auf dem Menhir landen. Die misslungenen Versuche stehen für die Anzahl an Jahren, die eine Frau warten muss, bis sie heiratet.

Historische Stätten

Porta da Vila (Stadttor) – Reguengos de Monsaraz
Dieser bogenförmige Eingang ist der Hauptzugang zu der Kleinstadt Reguengos de Monsaraz. Auf dem Innenteil des Tores gibt es zwei Markierungen, die darauf hinweisen, dass es an dieser Stelle einen Stoffmarkt gab. Über dem Torbogen befindet sich eine Marmortafel zum Gedenken an die Weihe des Königreichs von König Johann IV. an die unbefleckte Empfängnis.

Paço Ducal de Vila Viçosa (Herzogspalast von Vila Viçosa) – Vila Viçosa
Dieser Palast wurde im 15. Jahrhundert erbaut und diente bis zum 17. Jahrhundert als Rückzugsort für die portugiesische Königsfamilie. Die Königsfamilie kam hierher, um sich erholen, insbesondere im Sommer. Und von hier aus begab sich der letzte König Portugals, Karl I., auf den Weg zu seiner Hinrichtung in Lissabon. Die bemerkenswertesten baulichen Merkmale sind die Einflüsse des Mudéjar-Stils, des Stils des Neoklassizismus, der Manuelinik und des Barock – diesen Palast sollten Sie sich unbedingt ansehen, wenn Sie in Évora sind.

Núcleo Museológico do Convento de São Domingos (Museumskomplex des Klosters des Heiligen Dominikus) – Montemor-o-Novo
Dieser Museumskomplex befindet sich innerhalb des historischen Dominikanerinnenklosters, das im späten 16. Jahrhundert gegründet wurde. Die Kirche ist mit portugiesischen blauen Fliesen verziert und das Museum beherbergt archäologische Fundstücke und Sakralkunst.

Castelo de Estremoz (Burg von Estremoz) – Estremoz
Die mittelalterliche Burg, die eine Kombination der Architekturstile der Gotik, Moderne und des Neoklassizismus aufweist, ist in Estremoz oben auf dem Berg gelegen. Auf der Südseite befindet sich der Bergfried. Hier sind die Festigungsmauern mit drei kronenähnlichen Gebilden verziert. Die Burg wurde zur Verteidigung dieses Teils der Alentejo-Region erbaut und ist auch dafür bekannt, der Ort zu sein, an dem die Heilige Königin Elisabeth von Portugal im Jahr 1336 verstarb.



Empfohlene Hotels in Évora


M'AR De AR Muralhas

M'AR De AR Aqueduto

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