Horta

Horta, die Hauptstadt der Azoreninsel Faial war einst wichtiger Hafen für die Galeonen und Karavellen im 16., 17. und 18. Jahrhundert. Heute ist gibt es hier einen modernen Jachthafen. Die Insel wurde im 16. Jahrhundert von flämischen Bauern kolonialisiert und ist bekannt für das grüne und fruchtbare Land. Im Juni und Juli gibt es viele Hortensien, die die Insel wie einen Teppich mit violetten, weißen und lila Blumen überziehen. Von da stammt auch der Name der Stadt.
Tatsächlich bemerkte der Entdecker und Seefahrer aus dem 18. Jahrhundert, Kapitän James Cook, wie reich und farbig die Blumenvielfalt ist, als sein Schiff Endeavour 1775 hier ankerte.
Heutzutage werden Sie eher eine Vielzahl an transatlantischen Jachten im kosmopolitischen Hafen sehen, die aus der Karibik auf dem Weg in den Mittelmeerraum sind.

Sehenswürdigkeiten

Horta Museum
Das Horta Museum beherbergt eine interessante Ausstellung an alten Möbeln, Porträts, Memorabilien aus der Seefahrt und vom Segeln, Modelschiffe und Darstellungen des täglichen Insellebens aus Feigenholz inklusive Handwerkskunst von der berühmten einheimischen Künstlerin Euclides Silveira da Rosa (1910 – 1979).

Scrimshaw Museum und Peter’s Café Sport
Dieses berühmte Café ist bei Seglern, Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Hier gibt es auch ein kleines Museum mit einer Ausstellung und Artefakten zur Waltradition im 19. und frühen 20. Jahrhundert, inklusive geschnittenen Walknochenornamenten mit Darstellungen von Wal- und Schiffszenen. Die Walindustrie erreichte in den Azoren im späten 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt, wurde aber schließlich 1984 verboten.

Jesuiten-College
Die meisten historischen Gebäude in und um Horta sind von religiöser Bedeutung und das Jesuiten-College aus dem 17. Jahrhundert ist da keine Ausnahme. Es wurde vom Kapitän der Insel, Francisco de Utra de Quadros aus einem großzügigen Vermächtnis in seinem Sinne erstellt. Der Bau dauerte fast ein Jahrhundert, wobei die Arbeiten bereits 1652 begannen. 1760, als die Jesuiten noch im gleichen Jahr hinausgeworfen wurden, war es erst teilweise fertiggestellt. Andere Konvente und religiöse Orden der Insel sind São João Konvent, Nossa Senhora da Gloria Konvent und die Kirchen von Nossa Senhora do Carmo und Nossa Senhora das Angústias.

Kirche São Salvador
Eine der ältesten und einfachsten Kirchen auf der Insel stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Sie wurde von englischen Piraten auf der Suche nach Schätzen überfallen und niedergebrannt und zwar am Ende der Regierungszeit von Elizabeth. Sie wurde im Jahre 1607 wieder aufgebaut.  

Walbeobachtung
Eine der dankbarsten und faszinierendsten Erfahrungen auf den Azoren ist das Walbeobachten in den Sommermonaten, wenn die Inseln wie Faial und Pico viele große Meeressäugetiere inklusive Pottwale, Grindwale, verschiedene Delfinarten und Riesenschildkröten anzieht. Ausflüge werden von der Talassa Gesellschaft organisiert. Die Büros befinden sich neben dem Café Peter.

Caldeira do Cabeço Gordo
Vorausgesetzt das Wetter ist gut, lohnt sich ein Ausflug zum Monte da Guia und zum Miradouro da Espalamaca, den zwei vulkanischen Bergen der Insel. Von hier aus haben Sie eine spektakuläre Sicht über die Insel. Der letztere wird von einem riesigen Bild der Lady of the Conception dominiert. Wenn die Berge nicht mit Wolken umhüllt sind, lohnt sich ein Besuch des eindrücklichen Kraters Caldeira do Cabeço Grodo, der 2 km breit und 400 Meter tief ist. Von hier aus öffnet sich eine herrliche Sicht über die Insel.

Vulkan Capelinhos
Dieser aktive Vulkan im Westen der Insel brach 1950 aus und zerstörte einen Leuchtturm, den man noch immer im Lavafluss erkennen kann. Die Landschaft gleicht einer Mondlandschaft und es werden hier ab und zu Filmaufnahmen gemacht.

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