LeiriaVon der Küste weg landeinwärts gibt es eine ganze Reihe von Orten mit den verschiedensten Landschaften, Baudenkmälern und Bräuchen zu besichtigen.
An der Küste zum Beispiel liegt Peniche, ein geschäftiges Fischerstädtchen, wo man sich dem Abenteuer des Tiefseefischens aussetzen oder ein Boot zu den kleinen, felsigen Inseln von Berlengas, einem Meeresnaturreservat, nehmen oder einfach nur die hervorragenden Fischrestaurants besuchen kann. Nazaré ist ein weiterer Fischerhafen mit einem spektakulären Strand unterhalb von steilen Seeklippen, wo die Fischer, die meistens karierte Hemden tragen und deren Frauen mehrere Petticoats, ihre Netze auf dem Sand auslegen. Von der Stadt Leiria aus, mit ihrem stillen Charme und ihrem ehrwürdigen Kastell, kann man zur prächtigen Abtei von Batalha, ein Meisterwerk der Gotik, fahren. Eine weitere großartige Abtei mit klaren, mittelalterlichen Linien und einer riesigen Kirche von 1153 gibt es in Alcobaça zu besichtigen. Caldas da Rainha ist berühmt für seine beliebten, oft humoristischen Keramiken und Marinha Grande für seine Glasindustrie. Auch Óbidos, eine entzückende, kleine, weißgetünchte Stadt inmitten von Festungsmauern aus dem 14. Jht., ist durchaus besuchenswert. Sehenswerte OrteFortaleza (Peniche)
Diese Festung (erbaut im 16. Jht., erweitert im 17. Jht.) war einst ein wichtiger militärischer Stützpunkt, dessen strategische Lage aber an Bedeutung verlor. Nach dem Auszug des Militärs diente sie unter dem Regime Salazars als berüchtigtes Gefängnis für politische Gefangene. In der gleichen Festung befindet sich heute ein Regionalmuseum mit ethnografischen Exponaten mit einem Schwerpunkt auf die Fischerei. Misericórdia Kirche (Peniche) Diese Barockkirche zeichnet sich vor allem im Inneren durch ihre Holzdecke mit 55 Szenen aus dem Neuen Testament aus. An diesen Malereien arbeiteten mehrere Künstler der Region, während weitere fünf Gemälde im Innenraum von Josefa d'Òbidos stammen. Erwähnenswert sind außerdem die gefliesten Wände und einige herausragende Skulpturen. Kloster von Batalha Das Mönchskloster Santa Maria da Vitória, an dessen Errichtung in der Zeit von 1388 bis 1402 mehrere Baumeister mitwirkten, wurde zum Gedenken des Sieges über die Spanier in der Schlacht von Aljubarrota von Dom João I. gegründet. Es ist eines der eindrucksvollsten Werke christlicher Baukunst. Das Innere der Kirche, die edelste gotische Formen aufweist, ist mit seinen teilweise alten Buntglasfenstern (Chor) und mächtigen Pfeilern sehr eindrucksvoll. Die quatratische Stifterkapelle enthält die sehenswerten Grabdenkmäler von João I. und seiner englischen Gemahlin Philippa von Lancaster, dem Infanten Fernão und Heinrich dem Seefahrer. Die Westfassade schmücken herrliche Skulpturen. An die Kirche schließen sich drei meisterlich konzipierte Kreuzgänge an. An der Ostseite befinden sich die 'Capelas Imperfeitas' (Unvollendete Kapellen), ein von sieben Grabkapellen umgebener Zentralraum mit mehreren Grabdenkmälern. Das bis 1834 von den Dominikanern unterhaltene Kloster wurde 1840 zum Nationaldenkmal erklärt und seitdem sorgfältig renoviert. So befindet sich dieses große Freiheitsdenkmal der Portugiesen, das von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurde, heute in einem ausgezeichneten baulichen Zustand. Kloster von Alcobaça Dieses Kloster liegt im Tal der Flüsse Alcoa und Baça und ist eine Stiftung von Dom Afonso Henriques an den Zisterzienserorden zum Dank für den Sieg über die Mauren in der Schlacht von Santarém. An der 221 m langen Hauptfront des Klosters dominiert die 1725 vorgeblendete figurengeschmückte Barockfassade der Klosterkirche mit ihren zwei Türmen. Von der ursprünglich gotischen Stirnseite sind nur das barockverzierte Portal und die große Fensterrose erhalten. Die strenge frühgotische Hallenkirche mit Spitzbogengewölben birgt im Querschiff die Grabmäler von Dom Pedro I. und seiner Geliebten Ines de Castro mit vielfältigem Figurenschmuck an den Seitenflächen und vollplastischen Liegefiguren der Toten. Das Querschiff gibt außerdem auch Zugang zur Grabkammer der Könige Afonso II., Afonso III. sowie deren Frauen und Kindern. Der in seinen Grundlagen gotisch angelegte Bau umschließt in seinem fast quatratischen Grundriss alle damals üblichen Wirtschaftsräume, fünf Kreuzgänge, sieben Dormitorien, ein Hospedarium, die Bibliothek und eine riesige Küche. |





