LissabonLissabon, die meistbesuchteste Stadt in Portugal, besitzt viele, interessante Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt herum, die sie zu einem beliebten Tourismusziel machen. Innerhalb kurzer Fahrzeiten von Lissabon erreicht man Sandstrände und Fischerstädte, wie zum Beispiel Sesimbra, die dichte Vegetation von Sintra mit seinen königlichen Palästen und atemberaubenden Aussichten über das Meer und die Berge, oder man kann auf den Meeresmündungsarmen der Flüsse Tagus und Sado entlangsegeln.
Das Angebot ist überschwenglich, angefangen bei den kosmopolitischen Urlaubsgebieten Estoril und Cascais bis hin zur wilden Küste von Kap Espichel sowie dem prachtvollen Palast von Queluz aus dem 18. Jht. und dem erholsamen, herrlichen Nationalpark von Arrábida. Für einen Besuch Lissabons selbst benötigt man mehrere Tage. Die vielen historischen Sehenswürdigkeiten, wie u.a. der Turm von Belém, der an die Epoche der großen Entdeckungsreisen erinnert, das herrliche Mönchskloster der 'Jerónimos', die engen Straßen der Viertel 'Alfama' und 'Bairro Alto' mit ihrem maurischen Flair, zusammen mit beeindruckenden Aussichten auf den Fluss, einem reichhaltigen Kulturveranstaltungskalender und eleganten Einkaufszentren geben dieser Stadt ein einmaliges und europäisches Ambiente. Sehenswerte OrtePraça do Comércio (Lisssabon)
Weil sich vor dem Erdbeben von 1755 auf der zum Tejo hin offenen Praça do Comércio ('Handelsplatz') der Königliche Palast befand, wird der Platz auch 'Terreiro do Paço' genannt. In seiner Mitte steht das 1775 errichtete Reiterstandbild des Königs José I. Die Praça do Comércio ist von Arkaden und wichtigen öffentlichen Gebäuden (hauptsächlich Ministerien) umgeben.Die Nordseite des Platzes ziert der erst 1873 vollendete 'Arco Monumental da Rua Augusta', ein Triumphbogen mit den Statuen berühmter Portugiesen. An diesem Platz befindet sich auch das älteste Café Lissabons, das 'Martinho da Arcada'. Parque das Nações (Park der Nationen) – Garcia de Orta Gärten (Lissabon) In diesen Gärten kann der Besucher kleine Ökosysteme aus anderen Ländern wie Goa, Afrika, Macau, den Azoren, Madeira, den Kapverdischen Inseln und São Tomé besichtigen. Terrasse des Castelo São Jorge (Lissabon) Diese historische baumbepflanzte Terrasse des Kastells São Jorge, das auf einer Bergkuppe liegt, bietet dem Besucher eine herrliche Panoramaaussicht über die Stadt. Nach geschichtlichen Zeugnissen gilt diese Terrasse als die älteste natürliche Terrasse. Museu National de Carruagens (Lissabon) Dieses 'Kutschenmuseum' gilt als eines der bedeutendsten der Welt seiner Art. Es zeigt eine Vielfalt von Ausstellungsstücken u.a. antike Autos der königlichen Familie Portugals, Gala-Kutschen aus dem 16. und 19. Jht., Kavallerie-Geschirr, Dienstbotenuniformen des Königshauses, eine Sammlung von Trompeten und Ölgemälden von Mitgliedern der königlichen Familie. Park des Eduardo VII. (Lissabon) Dieser Park steigt von der 'Rotunda' (Kreisverkehr) am nördlichen Ende der 'Avenida da Liberdade' aus an. Er erhielt seinen Namen 1903 anlässlich eines Staatsbesuches vom englischen König. Im oberen Teil befinden sich die 'Estufa Fria' (kühle Gewächshäuser), sehenswerte Freiluftpflanzungen für tropische Gewächse aus aller Welt. Innerhalb dieser Anlagen gibt es auch ein sogenanntes 'warmes Gewächshaus' für Pflanzen, die mehr Wärme und Feuchtigkeit benötigen. Weitere Anziehungspunkte sind der 'Carlos Lopes Pavillon', der Club VII (mit Tennisplatz, Fitnessclub, Schwimmbad und Restaurant) und andere Naturattraktionen. Wenn man weiter aufsteigt, genießt man von der Aussichtsterrasse einen weiten Blick über die Stadt und die Tejo-Bucht. Terrasse des São Pedro de Alcântara (Lissabon) Von hier aus genießt man einen Blick über die alte 'Mouraria', die Kathedrale Sé Patríarchal und den Stadtteil 'Pombalina' bis auf das Kastell São Jorge. In der Ferne kann man den Tejo und Inselumrisse sehen. Convento dos Jerónimos de Belém (Lissabon) Dieses Hieronymitenkloster gilt als das bedeutendste Beispiel manuelinischer Baukunst und ist ein eindrucksvolles Symbol für Portugals Macht und Reichtum zur Zeit der kolonialen Eroberungen. Die Klostergründung geht bereits auf Heinrich den Seefahrer zurück, der hier eine Gebetsstätte für Seeleute errichtete. Zum Dank an seine ruhmreichen Entdeckungsreisen ließ König Manuel an der gleichen Stelle 1502 die Klosteranlage bauen. Die Detailarbeiten wurden von 1517 bis 1522 unter dem Baumeister João de Castilho, der auch den Kreuzgang, sein Meisterwerk, schuf, ausgeführt. An der Südostecke steht die dreischiffige Kirche Santa Maria mit einer prächtigen Südfassade; besonders erwähnenswert sind das Südportal und das Westportal. Im weiträumigen Inneren der Kirche findet man reich mit Reliefs geschmückte Achteckpfeiler. Im prachtvollen Querschiff befinden sich die von Elefanten getragenen Gräber Manuels I., seiner Nachfolger und Verwandten. Unter der Orgeltribüne stehen die Särge von Vasco da Gama und dem Dichter Luís de Camões. Aufgrund seiner reichen Geschichtszeugnisse wurde das Kloster 1907 zum Nationaldenkmal erklärt, und die UNESCO ernannte es 1984 zum Weltkulturerbe. Torre de Belém (Lissabon) Der Turm von Belém wurde in der Zeit der großen Entdeckungsreisen zum Schutz des Hafens von Restelo an der Tejo-Einfahrt und als Tribut an den Schutzheiligen der Stadt, São Vicente, im reinsten manuelinischen Stil von 1515 - 1521 erbaut. Er diente lange als Staatsgefängnis. Zum Tejo hin ist dem Turm eine Bastion mit Schießscharten vorgelagert. Unterhalb des Wasserspiegels befanden sich Vorrats- und Pulverkammern. Der Turm selbst beherbergt u.a. den sogenannten Königssaal, der sich über die gesamte Hauptfassade erstreckt, sowie das Gouverneurszimmer. Der 'Torre de Belém' wurde 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Basilica da Estrela (Lissabon) Die 'Sternbasilika', die sich am nordwestlichen Rand der Stadt erhebt, wurde im letzten Quartal des 18. Jhts. im neo-klassischen Stil mit barocken Einflüssen im Innern errichtet. Sie ist mit ihrer stattlichen zweitürmigen Fassade und der hohen Vierungskuppel ein markanter Punkt im Stadtbild. Der Bau dieser Kirche wurde von der Königin Maria I. zum Dank für die Geburt eines Thronfolgers, der allerdings schon vor Fertigstellung des Baus verstarb, errichtet. Sie ist hier auch beigesetzt. Von der Kuppel der Kirche bietet sich eine weite Aussicht über die Stadt. Mühle Apelação (Loures) Diese alte Mühle liegt in einem Freizeitgebiet des kleinen Ortes Loures. An der gleichen Stelle befindet sich auch eine Bäckerei. Das Haus mit der Mühle und die Bäckerei, wo sich die neuen Techniken mit den alten Traditionen verbinden, sind ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen. Stadtpark Cabeço de Montachique (Loures) Hier kann man jede Art von Sport ausüben und dabei die frische Luft und die Natur genießen. Die Sporteinrichtungen umfassen einen Fitness-Parcours, Tennisplätze und einen Fußballplatz. Außerdem gibt es einen Picknick-Platz, traditionelle Spiele, Restaurant, Café-Bar und einen Kindergarten. Maurenburg (Sintra) Diese ursprünglich von den Mauren im 8. oder 9. Jht. erbauten, von Afonso I. Henriques im Jahre 1147 eroberten und danach mehrfach baulich veränderten Burg sind nur noch Befestigungsmauern und Türme erhalten. Vom 'Torre Real' aus genießt man eine herrliche Aussicht auf Sintra. Nationalpalast (Sintra) Der Palácio Nacional de Sintra oder auch 'Paço Real', Stammsitz der Könige des Hauses Avis, ist kein geschlossener Baukörper, sondern besteht aus mehreren ineinander verschachtelt gebauten Einzelteilen. Entsprechend seiner Baugeschichte über mehrere Jahrhunderte hinweg vereinigt er in sich Elemente maurischer, gotischer und manuelinischer Baukunst sowie Stilmerkmale der Renaissance. Unter Maria II. wurde der Palast im 19. Jht. vollständig restauriert. Ludwig I. erkor ihn dann zu seinem Lieblingsaufenthaltsort. Das Innere dieses ehemaligen Königspalastes bietet einen umfangreichen Ùberblick über die portugiesische Kulturgeschichte und deshalb wurde er auch zum Nationaldenkmal erklärt. Kap Roca (Sintra) Dieses Kap, ein 144 m hoher Granitausläufer der Serra de Sintra, gilt als der westlichste Punkt Europas. Vom Leuchtturm aus hat man eine fantastistische Fernsicht. Nationalpalast Pena (Sintra) Der auf einem steilen, 528 m hohen Felsgipfel gelegene Palácio Nacional da Pena wurde im mittelalterlichen Burgenstil im Auftrag des Königsgemahls Fernando II. errichtet. Der Baumeister Freiherr von Eschwege hatte die Anweisung, Klosterelemente und diverse Baustile miteinander zu vermischen und dabei ließ er sich von Märchenschlössern Bayerns und auch portugiesischen Vorbildern inspirieren. |





