Salinen - Marinhas do Sal (Rio Maior): Die Salinen im Talgrund der Serra dos Candeeiros, vor Millionen von Jahren vom Meer überschwemmt, wovon heute noch Fossilien und natürlich die Salzdepots zeugen, sind von Bäumen, Weingärten und kultiviertem Land umgeben. Die Fabriken, die sich in einer dorfähnlichen Anlage mit Steinstraßen und Holzhäusern ca. 30 km vom Meer entfernt befinden, produzieren wöchentlich zwischen Juli und September Salz. Die traditionelle Methode der Salzgewinnung hat sich über die Jahrhunderte wenig verändert.
Burganlage (Ourém): Die Burg der Markgrafen von Ourém (15. Jht.) überragt auf einem Hügel gelegen die mauerumgebene mittelalterliche Stadt Ourém mit ihren malerischen, engen Gassen. Die ursprünglich im maurischen Stil errichtete Burganlage wurde später unter Dom Afonso de Ourém, ein Nachfahre von João I., zum Schloss ausgebaut.
Wallfahrtsort Fátima (Ourém): Dieser weltberühmte portugiesische Wallfahrtsort liegt in Mittelportugal auf einem Hochland ca. 20 km von Leiria entfernt. Alljährlich pilgern Hunderttausende von Gläubigen aus dem In- und Ausland hierher, um um Vergebung ihrer Sünden oder Heilung zu erbitten. Die Hauptwallfahrten (jährlich am 13. Mai und 13. Oktober) begleiten große Lichterprozessionen. Die Legende des 'Wunders von Fátima' beruht auf den Erscheinungen der 'Virgim do Rosário' (Mutter vom Rosenkranz) vor den Hirtenkindern Lúcia, Francisco und Jacinta zum ersten Mal am 13. Mai 1917 und weiterhin am 13. eines jeden Monats bis Oktober desselben Jahres. Spekulationen gibt es noch immer über die drei 'Offenbarungen', die die Jungfrau Maria den Kindern, die damals sieben, neun und zehn Jahre alt waren, nach deren Aussage gemacht haben soll. Die kirchlichen Behörden untersuchten mehrere Jahre lang die Vorfälle und erkannten den Madonnenkult von Fátima 1930 offiziell an. |