Setúbal

Während die Stadt Setúbal im Vergleich zu anderen historischen Städten in Portugal nur von geringem Interesse ist, dient sie als regionale Basis, um sowohl die Flussmündungen des Tejo wie auch des Sado zu erkunden. Hier finden Sie viele Wasservögel und wenn Sie Glück haben sehen Sie sogar die Sado Delphine. Die Umgebung mit den Serra da Arrábida Hügeln und den umgebenden Rebbergen ist fantastisch.

In der Römerzeit gab es in der Stadt einen lebhaften Hafen und bei der Eroberung durch die Mauren im Jahre 1217 gewann die Region an Bedeutung. Sie erhielt durch den São Tiago Orden Beschützerstatus. Die Stadt wurde ein wichtiges Zentrum für die Keramikindustrie und das Pökeln von getrocknetem Fisch. Sie war auch ein beliebtes saisonales Resort für die Oberschicht ab dem 15. Jahrhundert, während die Stadt mit dem Leben und den Zeiten des berühmten Dichteres aus dem 18. Jahrhundert, Manuel Maria Barbosa du Bocage (1765 – 1805) in Verbindung gebracht wurde. Sein Geburtshaus ist heute ein öffentliches Museum. Eine weitere bekannte Einwohnerin der Stadt ist die berühmte Opernsängerin aus dem 18. Jahrhundert, Luísa Todi.

In Setúbal befindet sich die eindrückliche Kathedrale Santa Maria da Graça aus dem 16. Jahrhundert mit den ausgezeichneten blauen Azulejos-Platten aus dem 18. Jahrhundert, der gotischen Igreja de Jesus mit einem reichen Inneren mit geteilten manuelinischen Säulen, einem archäologischen Museum mit verschiedenen einheimischen Funden aus der Römerzeit und das Schloss São Filipe, das 1595 vom König Philip II von Spanien gebaut wurde und zwar während der Periode als Portugal von seinem größeren Nachbar absorbiert wurde.

Die Industriestadt befindet sich 32 Kilometer südwestlich von Lissabon und liegt in Reichweite zu den pittoresken Städten und Dörfern inklusive Palmela, Sessimbra, Alcácer do Sal und Grândola.

Obwohl diese Gegend stark urbanisiert ist und oft als 'Schlafsaal' für Leute, die um die Hauptstadt herum arbeiten, wie zum Beispiel Almada und Barreiro, dient, umschließt sie auch kleine Fischereihäfen und Märkte mit einem großen Angebot von Fisch und Meeresfrüchten sowie unberührte Naturreservate.

Sesimbra ist ein charmantes Beispiel für einen kleinen Fischereihafen mit einer geschützten Bucht und engen, steilen Gassen. Im Sommer ist es auch ein beliebter Urlaubsort, der sich auf den Hängen der Serra da Arrábida erstreckt, wo auf einer kleiner Bergkette ein Naturpark errichtet wurde. Hier können Sie eine wilde und schöne Landschaft, wo Vögel, Büsche und Bäume gedeihen, erleben und auf den Südhängen fantastische Aussichten auf ein transparentes Meer genießen.

Für alle jene, die Ruhe und Erholung suchen, ist die Erkundung der Naturreservate der Meeresmündungsarme der Flüsse Tejo und Sado eine der Optionen.
Pamela, bekannt wegen seinem Wein, besitzt ein riesiges Kastell auf einer Bergspitze, dass die Aussicht über die Serra da Arrábida beherrscht.

Eine weitere atemberaubende Aussicht bietet sich von den hohen Seeklippen des Kap 'Espichel', einem wüsten Vorgebirge, das abrupt am atlantischen Ozean endet.
Im Süden dieses Distrikts, auf dem Weg in die Algarve, können Sie die antike Stadt Alcácer do Sal mit ihrem maurischen Kastell oder Sines, den Geburtsort des berühmten Entdeckers Vasco da Gama, umgeben von Sandstränden und malerischen Dörfern, besuchen.
Aber verlassen Sie den Distrikt von Setúbal nicht, ohne das Städtchen Tróia, gesehen zu haben, das die Urlauber mit seinem wundervollen Strand, ideal für alle Wassersportarten, begeistert.

Sehenswerte Orte

Bootsfahrten auf dem Fluss Sado
Es lohnt sich, im Hafen von Setúbal ein Boot zu nehmen und eine gemütliche zweistündige Fahrt durch die atemberaubend schöne Sado Mündung zu machen. Hier können Sie das schöne Wildgeflügel sehen. Nehmen Sie einen Feldstecher mit, vielleicht werden Sie sogar die scheuen Delfine sehen und wenn nicht, können Sie die herrlichen Hügel von Serra da Arrábida bewundern.

Serra da Arrábida
Diese pittoresken Hügel sind Teil eines Nationalparks entlang der Küste zwischen Sesimbra und Setúbal. Obwohl klein und kompakt finden Sie in den Hügeln eine erstaunliche Vielfalt an Tieren inklusive seltene Adler, Falken, Wildkatzen und Dachse. Am besten sehen sie den üppigen Garten Eden mit Zypressen und Pinien, wenn Sie die N 379 nehmen. Von hier aus haben Sie einen herrlichen Blick auf die Tróia Halbinsel, die sich zur Sado Mündung, vorbei am hübschen Arrábida Kloster windet.

Palmela
Der einzige Grund für einen Besuch in Palmela ist das eindrückliche Schloss, von dem aus man einen Panoramablick auf die Mündungen des Sado und des Tagus sowie auf die umgebenden Serra da Arrábida hat. Speziell hübsch ist es in der Nacht, wenn das Schloss beleuchtet ist. Das Schloss wurde gebaut, um das Land von den Mauren zu schützen, von denen es im 12. Jahrhundert während der Regierungszeit von Sancho I erobert wurde. Das Schloss hat ein charmantes Kloster, das heute zu einem schönen Hotel respektiver Pousada umgewandelt wurde.

Azeitão
Auf dem Weg nach Serra da Arrábida auf der N 379 lohnt sich ein Halt in diesem kleinen Dorf, um den süßen einheimischen Weil oder Muskateller zu versuchen, für den die Region berühmt ist. Viele der Produzenten haben Weinkeller und Geschäfte, die für die Öffentlichkeit geöffnet sind.

Kirche Santa Maria do Castelo (Vouzela)
Die Gründung dieser Kirche steht mit dem Santiago-Orden in Verbindung. Sie ist ein interessantes Beispiel für die Zeit der Spätromantik und besitzt drei Schiffe und einen rechteckigen Altarraum.

Steingrabmal São Faústo (Alcácer do Sal)
In der Nähe der Straße, die nach Alcáçovas führt, befindet sich dieses Steingrabmal, das den Namen einer in der Nähe liegenden alten Kapelle trägt. Dies ist das einzig erhaltene Denkmal dieser Art in dieser Region und besteht aus einer kleinen Kammer ohne Korridor mit Stützpfeilern und Abdeckung.

Santiago Kirche (Alcácer do Sal)
Diese einschiffige Kirche ist ein typisches Beispiel für den Baustil des 18. Jhts. Die Nüchternheit von quadratischen Steinen in Verbindung mit der Üppigkeit von Holzschnitzereien, Gemälden und Kacheln bestimmt die Dekoration des Innenraums, wo viele Darstellungen u. a. aus dem Leben Santiagos, der Jungfrau Maria, der Apostel auf weißblauen Azulejos aus dem 18. Jht. zu sehen sind.

Sesimbra
Es lohnt sich, in diesem hübschen Fischerdorf und am Strand eine Mittagspause zu machen. Nicht nur wegen den ausgezeichneten Fischrestaurants sondern auch, weil man hier die typischen farbigen Fischerboote bewundern kann, die im Hafen vor Anker liegen. Es macht ebenfalls Spaß, die gewundenen Gassen der alten Stadt zu erkunden und die Burg von Santiago anzuschauen. Von hier aus hat man eine gute Sicht auf die Stadt, den Strand und den Hafen.

Castelo (Sesimbra)
Das Kastell von Sesimbra, das ein hervorragendes Zeugnis für mehrere Episoden aus der portugiesischen Geschichte ist, wurde ursprünglich im 12. und 13. Jht. errichtet. Nach der Flucht des Kommandanten in 1190 wurde es von den Sarazenen vollkommen zerstört; im Jahre 1200 wieder aufgebaut und 1236 dem Orden Santiago übergeben. Zu Beginn des 17. Jhts. wurde es unter dem König João IV. wieder fast völlig neu errichtet.

Kap Espichel (Sesimbra)
Eine lange Zeit waren die portugiesischen Küsten nachts nicht gekennzeichnet und wurden deshalb von den englischen Seefahrern 'schwarze' Küsten genannt. Im Laufe der Zeit wurden inzwischen sieben Leuchttürme gebaut, und der erste davon war 'Cabo de Espichel' an der Westspitze eines Ausläufers der Serra da Arrábida. Heute ist dieser Leuchttum voll automatisiert und selbst bei Ausfällen repariert sich das System selbst, so dass kein menschliches Eingreifen erforderlich wird.

Stadtmuseum (Sesimbra)
Am 28. Mai 1960 wurde dieses Museum in einem Pavillon eines ehemaligen Gymnasiums am Platz Luís de Camões eröffnet. Hier sind archäologische Funde sowie eine Münzsammlung und sakrale Exponate zu besichtigen.
 
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