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Die moderne Geschichte Portugals beginnt im 12. Jahrhundert, als (mit Hilfe von verschiedenen Kreuzzügen) die Christen im Norden der iberischen Halbinsel begannen, die Mauren zu vertreiben. Das neue Portugal war sehr darauf bedacht, als eigentliches Land vom Vatikan anerkannt zu werden, sodass schließlich die Grenze zwischen Spanien und Portugal ratifiziert wurde und Portugal sich damit einverstanden erklärte, kein spanisches Land an sich zu reißen.

Das portugiesische Imperium war das erste und längste von ‘globalem’ Ausmaß. Es war mit Entdeckern und Seefahrern gesegnet wie Henri der Navigator, Bartolomeu Dias, Pedro Álvares Cabral und Vasco da Gama, welche dem Land schnell zu Wohlstand verhalfen. Während dieser Zeit wurde Portugal zur führenden Handelsnation und wuchs sehr rasch, was in der feinen ‚manuelinischen’ (portugiesische Gotik) Architektur mit den maritimen Details zum Ausdruck kommt. Doch das starke Erdbeben von 1755 zerstörte große Teile der Stadt und zu diesem Zeitpunkt begann auch der langsame Handelsrückgang und Portugal verlor an Einfluss.

Obwohl Sebastião de Melo, der Premierminister und späterer Marquis von Pombal den Wiederaufbau von Lissabon vorantrieb, konnte er den Rückfall des Landes in die Armut nicht verhindern.

Und als Napoleon Bonaparte im Peninsular Krieg Europa mit seiner Tyrannei überrannte, besiegten ihn die Briten in Portugal; von den Befestigungslinien des Dukes von Wellington, welche ihre Namen von der Stadt Torres Vedras haben, ist das Land voll an Erinnerungen an diesen Konflikt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhöhten sich die Spannungen und resultierten im Ausbruch des Ersten Weltkrieges; Portugal war stark auf die  Alliierten ausgerichtet. Die schwache Regierung und eine Revolution führten 1926 zur Machtübernahme von Oliveira Salazar. Er blieb als Diktator von 1932 bis 1968 an der Macht.

Während dem Zweiten Weltkrieg nahm Portugal eine neutrale Position ein. Dadurch wurde Lissabon eine Brutstätte für Intrigen und Botschaften und Spione der kämpfenden Länder konkurrierten um Informationen, Handel und Rohmaterial aus Portugal.

Trotz angeblichen Schwierigkeiten über das von den Nazi geraubte Gold war Portugal eines der Gründungsmitglieder der NATO und wurde 6 Jahre später, d.h. im Jahre 1955 in die UNO aufgenommen. In den darauffolgenden 20 Jahren wurde die Kolonialpolitik Portugals intern wie auch international kritisiert, was 1974 zur Revolution  führte. Politische, soziale und wirtschaftliche Umbrüche dauerten bis 1986, als Portugal in die EU aufgenommen wurde und eine Zivilregierung wählte. Dies war der Beginn einer stabileren Zeit.

 
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